Rassen

Menschen

Menschen stellen die am weitesten verbreitete Rasse Erethons dar. Man findet sie in allen Reichen, wo sie zumeist die Führungsschichten dominieren. Durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihr starkes Populationswachstum erschließen sie fortlaufend neue Territorien und Technologien. Menschen der unteren Schichten werden selten älter als 45, bessergestellte Individuen erreichen aber teils das siebzigste Lebensjahr.

Zwerge

Die kleinwüchsigen Zwergenvölker siedeln in den Gebirgen Mittel- und Norderethons, vor allem in Germania und Veneta. Ihres technischen Geschicks wegen dienen zahlreiche Zwerge an den meisten der menschlichen Fürstenhöfe des Kontinents, wo sie eine wichtige Stütze für Militär und Bergbau bilden. Ihre eigenen Städte beziehen ihr Kapital mehrheitlich aus gewaltigen Goldadern, auf denen sie errichtet wurden. Nach mehreren hundert Jahren gehen diese jedoch langsam zur Neige, sodass immer mehr Zwerge ihre Heimat verlassen und sich über Erethon verteilen. Zwerge ohne menschliche Vorfahren sind meist intelligent, zierlich und geschickt; diejenigen, die menschliches Blut haben, sind oft grobschlächtig, bullig und wenig intelligent. Sie können unter sehr guten Lebensbedingungen bis zu 120 Jahre alt werden, im Durchschnitt erreichen sie jedoch ein Alter von etwa 80 bis 90 Jahren.

Tavi

Die Tavi besiedelten Erethon erst relativ spät und errichteten ihre Reiche am Golf von Kaldrian und auf der Insel Vallgaldion. Ihnen wird Verwandtschaft sowohl mit den Menschen als auch mit den Elfen nachgesagt, ihre tatsächliche Herkunft ist aber unklar. Ihre Lebensdauer überschreitet die menschliche bei weitem und sie gelten als überdurchschnittlich befähigt, was den Einsatz von Magie betrifft. Zwischen Tavi und Elfen kommt es gelegentlich zu Disputen darüber, welche Rasse die „edlere“ sei. Tavi haben eine Lebenserwartung von ungefähr 150 Jahren.

Elfen

Während die Tavi sich durch militärische und finanzielle Präsenz gegenüber den anderen Reichen absichern wollen, halten sich die Elfen lieber im Hintergrund. Ihre Städte und Festungen sind nicht weniger prunkvoll und mächtig, jedoch oft abgelegener und verborgen. Die elfische Naturverbundenheit ist ebenso bekannt wie ihre aristokratischen Dünkel. So wurde beispielsweise der Dunkelkönig weder von seinem Volk noch von seinen Bediensteten, geschweige denn von ausländischen Diplomaten je gesehen. Die wenigsten Rassen gelten in den Augen der Elfen als „rein“ genug, um sie auf Dauer bei sich aufzunehmen oder ihnen gar Eintritt in ihre Familien zu gewähren. In ihren großen Städten in Avalon und Adamas leben daher beinahe ausschließlich Elfen, Halbelfen und Tavi. Wie die Tavi können Elfen etwa 150 Jahre alt werden, in Einzelfällen sind auch Lebensspannen bis zu 200 Jahren dokumentiert.

Orks

Sind sie ihnen auch verhasster als alle anderen Völker, so sind die Orks den Elfen und Tavi doch biologisch nicht unähnlich. Nichtsdestotrotz verabscheuen die Hochkulturen die herumziehenden, brandschatzenden und mordenden Horden zutiefst, da sie wohl die am wenigsten zivilisierte Rasse Erethons verkörpern. Der gemeine Ork wird nur in Ausnahmefällen älter als 40 Jahre, erliegt zumeist jedoch schon lange vorher wegen des charakteristischen unwirtlichen Lebensstils Krankheit oder Kampf.

Eismenschen

Eismenschen sind normalen Menschen sehr ähnlich, jedoch deutlich schwächer pigmentiert. Dies zeigt sich aus der Ferne vor allem an ihrer bläulich schimmernden, blassen Haut und ihrem weißen Haar. Auch ihre Augen sind betroffen. Im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten sind Eismenschen, besonders was Kälte betrifft, witterungsrobuster. Die Eismenschen gelten als die ursprüngliche Bevölkerung Schneebruchs und sind hauptsächlich dort anzutreffen. Sie werden etwa 40-50 Jahre alt.

Aquanten

Aquanten sind auf dem Festland am seltensten anzutreffen. Über ihr Volk, das in Unterwasserstädten auf dem offenen Meer lebt, ist wenig bekannt. Nur einige wenige Aquanten leben in Erethon und Saragandes unter den anderen Rassen. Von der Statur her humanoid erkennt man einen Aquanten doch recht schnell an seinem mit harten Schuppen bedecktem Körper, dem haarähnlichen Schuppengeflecht auf seinem Kopf und dem Gebiss, das mit dem eines Haifischs vergleichbar ist. Um sich unter Wasser schnell bewegen zu können, verfügen Aquanten über Schwimmhäute an Händen und Füßen. Sie stechen zudem wegen ihrer überdurchschnittlichen Größe von teils über zwei Metern hervor. Kontakt zur Außenwelt halten die Aquanten ausschließlich über die Stadt Azuria, in der aquantische Minderheiten permanent leben. Die durchschnittliche Lebensdauer von Aquanten ist unzureichend dokumentiert, wird jedoch auf etwa 80 Jahre geschätzt.